hinter den spiegeln kunst als suche nach dem verborgenen.
"meine kunst entsteht an den grenzen der wahrnehmung – dort, wo bilder nicht zeigen, sondern verbergen, auslassen und fragmentieren. mich interessieren die verborgenen schichten der welt: brüche, leerstellen und spannungen, die sich dem schnellen sehen entziehen und erst im innehalten
erfahrbar werden.. meine arbeiten sind keine abbilder, sondern prozesse.
sie entstehen im wechsel von aufbau und auflösung,verdichtung und auslöschung. linien, fragmente und überlagerungen verweisen auf erinnerung, leibliche erfahrung und auf das, was in der visuellen wahrnehmung ausgeblendet bleibt oder nicht festgehalten werden kann.. so werden bilder zu sensiblen oberflächen – zu einer art visueller haut, die schützt, berührt und zugleich verletzlich ist. schönheit und aggression, harmonie und störung sind dabei keine gegensätze, sondern miteinander verflochten. mich interessiert nicht die auflösung von widersprüchen, sondern das aushalten ihrer spannung. meine arbeiten laden dazu ein, sich einzulassen: sich zu verlieren, sich wiederzufinden und die eigene wahrnehmung zu befragen. in den bruchstellen des sichtbaren eröffnet sich für mich ein raum, in dem erkenntnis nicht verfügbar wird, sondern
sich nur momenthaft zeigt – leise, offen und entziehend."