regula verdet-fierz

 

schabkarton und malerei

 

geb. 1952 in stäfa zh, wohnt und arbeitet in guarda. ihren werken gemein ist die filigrane machart und der ansatz des zufälligen. ein bild das die betrachter / in ihren bann zieht, auch weil das filigrane ins geheimnisvolle umschlägt.

 

gian andri albertini

werkauswahl

 

geb. 1952 samedan, † 2013 sent druckgrafik und zeichnung waren albertinis hauptausdrucksformen. ein extrem weicher zimmermanns-bleistift, der tiefschwarze spuren hinterlässt, umrisse menschen- ähnlicher körper: liegende, kauernde, zur gruppe verknäuelte oder kopfüber ins bild gesetzte figuren, meist torsi.

 

 

edeltraud leimbacher-schär

monotypien

 

geb. 1959, studierte modernen tanz, shiatsutherapie in zürich und new york mit weiterbildung in kunsttherapie, bewegung und gestaltung; reisen in fremde kulturen, die liebe zur natur und das aktuelle zeitgeschehen, all dies sind wegweisende inspirations- quellen für ihre plastische und bildnerischen arbeiten. die hier ausgestellten monotypien und das tuschbild sind aus einer früheren schaffensperiode.

 

 

herbi gassmann

3d dimensionalität

 

aufgewachsen in der schweiz in einer marktfahrer- und schausteller familie. 5 jahre kunstgewerbeschule in st.gallen. 4 semester akademie der künste düsseldorf. 30 jahre selbständig als grafiker, designer, art director, creative director und texter. fasziniert von experimenten in allen tätigkeiten. neugierig in techniken wie 3d dimensionalität, objektkunst, malerei, collagen. film und fotografie.

 

 

bernhard jott keller

säuling sIchten zw. foto u. fiktion

 

das unverwechselbare schaffen von bjk liegt jenseits vordergründiger erkennungsmerkmale in der art, wie er medien und materialien miteinander kombiniert, scheinbar gegensätzliches verbindet, assoziationen auf mitunter verblüffende weise verknüpft, wie er auf gesehenes, erlebtes, von ihm selber oder anderen gefertigtes, reagiert, so wie in dem zyklus „säuling sIchten", der sich mit dem bayerisch-tirolerischen grenzberg „säuling“ bildnerisch auseinandersetzt. (hans gercke)

 

 

manfred dinnes

raum-zeiten . zeit-räume

 

*1950 regensburg, † 2012 maler, bildhauer, autor und regisseur manfred g. dinnes hat ein künstlerisches oeuvre geschaffen, das sich aus der zeit seines akademiestudiums in nürnberg in den 1970er jahren bis zu letzt in kontinuierlichem wachstum erstreckt und zu einem äußerst respektablem lebenswerk angewachsen ist. alle seine werke tragen seine unverkennbare stilistische handschrift, gleichsam einen stempel - manfred g. dinnes.

 

 

annemieke buob

mensch . raum . landschaft 

 

geb. 1958, la punt chamues-ch. wohnhaft im bergell. journalistin und autorin (romanisch). erwachsenen bildnerin: sprachen, malen, theater, kunst, primarlehrerin. unterricht auf der oberstufe: deutsch, englisch und ethik im bergell. lieblingsbeschäftigung: malen und weiterbildung in ihren sprachen. ausbildung zur malbegleiterin in den jahren 1980-1983/bettina egger ch. themen: mensch, raum und landschaft

 

 

jeanette g. lee

stories from a ming garden

 

jeanette g. lee, vancouver, ist chinesischer abstammung und eine sehr vielseitige, kritische künstlerin. nebst ihrer arbeit im eigenen atelier ist sie für die künstlerischen projekte der stadt vancouver verantwortlich. ihre hier ausgestellten objekte sind teil einer grösseren arbeit aus ihrem frühwerk. sie sind von subtiler sinnlichkeit und stärke. sie lassen ihre intensive auseinandersetzung mit der materiellen und geistigen existenz des lebens erahnen.

 

 

franziska flöss

malerei . öl & acryl

 

geb. 1958, wohnort celerina. ihre bilder spiegeln die faszinazion und liebe zur engadiner landschaft, im speziellen, mit den bergen und seen wieder. die ispirationen sind unendlich, wenn man sie nur zulässt. im künstlerischen schaffen kommt das märchenhafte der umgebung, immer wieder zum vorschein.

 

 

miguel aguirre

film noir - VIII

 

geb. 1973, lima peru. lebt und arbeitet in barcelona. er studierte malerei an der kunstfakultät der pontificia universidad católica del perú und promovierte am facultat de belles arts der universitat de barcelona. miguel aguirre ist bekannt für seine malerei, die auf fotografischen bildern basiert.

 

pascal vecchi

“carpe diem“

 

geb. 1959, sainte-croix, waadt. beim nidauer h. brogni hat pascal vecchi seine steinbildhauerlehre absolviert. doch bald faszinierte ihn das holz mehr als der stein. er vertauschte hammer und meissel mit der motorsäge und bearbeitet das lebendige material ausserordentlich präzise. ja, mit einer gewissen subtilität, durch die er seine künstlerische ausstrahlung in allen möglichen empfindungen ausdrücken kann. die ausgestellten werke entstehen parallel zu seinen bildhauer arbeiten.

 

iris riatsch-brun

holzschnitte

 

iris riatsch-brun, aufgewachsen in fehraltdorf. nach dem vorkurs an der kunstgewerbeschule in zürich begann sie die lehre als schriftenhauerin im bildhaueratelier ihres vaters. die liebe lockte sie in das kleine bergdorf vnà, wo sie zusammen mit ihrem mann domenic einen landwirtschaftsbetrieb aufbaute und vier kindern aufzog. die kunst ist für sie ausgleich zur körperlichen arbeit. kreativität und inspiration lässt sie in holzschnitte und aquarelle fliessen.

 

 

geschichte des heutigen kunstraum riss . 1650 il fuorn comünel . dorfbäckerei von samedan

 

1650: gemäss den vorhandenen aufzeichnungen soll die dorfbäckerei (il fuorn comünel) um ca. 1650 durch die gemeinde samedan erbaut worden sein. in der folge wurde die liegenschaft vermutlich bis gegen das ende des

18. jahrhunderts als bäckereibetrieb geführt.

 

1891: die gemeinde verkauft die liegenschaft (gemäss grundbuch eine “baustelle“) durch einen beschluss der gemeindeversammlung für fr. 8045.- an luigi gilli.

 

1903: die erben gilli verkaufen das haus an den schwedischen schreiner august robinson, welcher die liegenschaft nach einem umbau als schreinereibetrieb weiterführt.

später erwirbt martin risch die liegenschaft und verpachtet sie an den damaligen gemeindepräsidenten

jakob kaiser, welcher bis zum ausbruch des 2. weltkrieges eine schreinerei betreibt.

 

1939 bis 1945: die räumlichkeiten des ehemaligen “fuorn comünel“ dienen dem militär während des krieges als truppenunterkunft und materiallager. nach beendigung des krieges wird die liegenschaft als werkstatt für den bau von segelflugzeugen benützt - dies durch die erste segelfluggruppe im engadin.

 

in der folge stand das haus leer und wurde in den sechziger jahren durch reto caflisch an christian badraun

vermietet. christian badraun der begründer der stiftung engadiner lehrwerkstätte, nutzte das haus als

ausbildungsstätte für schreinerlehrlinge.

 

1982: reto risch verkauft die liegenschaft an paul koller, st.moritz.

 

1990: paul koller stellt das haus dem damaligen riss team zur verfügung (marcel koller, hansjürg buob und helmut eberhöfer der heute in österreich lebt). die sanierung und der innenausbau dauerte fast zwei jahre da sie durch das riss-team in der freizeit bewältigt wurden.

 

1992: am 4. juli wird der heutige kunstraum riss eröffnet mit der ausstellung  “bilder, objekte und skulpturen von kunstschaffenden aus dem engadin und den südtälern“.

jacques guidon, steivan liun könz, constant könz, guiliano pedretti, leni heitz, piero del bondio, bruno ritter

und gian andri albertini.

 

2017: beginn des neuen ausstellungskonzeptes mit 14 schwarzen ausstellungswänden. jede wand wird jeweils

von einem kunstschaffenden gestaltet und ist über den zeitraum von einem jahr zu besichtigen. 

die positive erfahrungen und rückmeldungen der künstler und besucher haben uns dazu bewogen

mit dem neuen konzept fortzufahren.